Sicherheit

Einbruch & Prävention –

Was Ihnen die Polizei rät

Einbruchschutz ist für Sie wichtig? Doch wo und wie schützen Sie sich und Ihre Familie richtig? Wir haben für Sie hier die Empfehlungen und Informationen der Polizei zusammengetragen. Damit sind Sie optimal informiert, welche vorbeugenden Maßnahmen Ihnen den besten Schutz bieten.

Das erfahren Sie hier

  • Die vier häufigsten Einbruchstellen am Haus und wie Sie sich schützen
  • Auf welche Irrtümer zum Thema Einbruch die Deutschen immer wieder hereinfallen
  • Urlaubszeit ist gleich Einbruchzeit – woran Sie denken sollten
  • Warum Einbruchschutz wirkt – die Kriminalstatistik belegt es

„Eine vernünftige mechanische Sicherung hilft am meisten.“

– Peter Werkmüller, Polizeihauptkommissar

Peter Werkmüller arbeitet bei der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Düsseldorf in der Abteilung 44 des Polizeipräsidiums Düsseldorf. Der Experte für die Verhinderung von Wohnungseinbrüchen weiß: Die Methoden der Einbrecher haben sich in den letzten Jahrzehnten nicht wesentlich geändert, doch die Sicherheitstechnik hat Fortschritte gemacht. Wir möchten erreichen, dass der Täter erst gar nicht bei Ihnen hineinkommt, und zwar mit Hilfe einer vernünftigen mechanischen Sicherung. Wenn Fenster und Türen gut gesichert sind, kommt der Täter nicht herein und geht zum nächsten Haus. Dass diese Sicherung Erfolg hat, sieht man an der Kriminalstatistik in Düsseldorf. Im Jahr 2009 waren knapp 20 Prozent aller gemeldeten Einbrüche Versuche. 2013 hatten wir 45 Prozent. Weil die Leute ihre Wohnungen besser sichern.

Quelle: https://www.polizei-dein-partner.de/nc/themen/einbruchschutz/einbruchschutz-zuhause/detailansicht-einbruchschutz-zuhause/artikel/eine-vernuenftige-mechanische-sicherung-hilft-am-meisten.html

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Scheitert der Einbruchversuch in den ersten 2 Minuten, wird dieser zu 94% abgebrochen

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Einbrecher suchen gezielt nach den Schwachstellen des Hauses

Fenstertüren

Fenstertüren (Balkontüren) 47,8 %

Fenster

Fenster 33,2 %

Haustüren

Haustüren 12,5 %

Fenstertüren (Balkontüren) 47,8 % Häufig werden sie vom Einbrecher mit einem einfachen Werkzeug aufgehebelt – bevorzugt an der Hausrückseite.

Fenster 33,2 % Auch schlecht erreichbare Fenster in den oberen Etagen können durch Aufstiegshilfen zum Einstiegspunkt werden.

Haustüren 12,5% Schon bei einem kurzen Verlassen des Hauses sollten Türen abgeschlossen werden.

Kellerbereich 6,5% Kellertüren, Lichtschächte und Kellerfenster können schlecht eingesehen werden und bieten damit Angriffspunkte für Einbrecher.

Beschläge, Verglasung, Griffe – wie Sie die Schwachstellen wirksam schützen

Sie können durch einbruchhemmende Fenster und Türen mit professioneller Sicherheitstechnologie einem Einbruch entgegenwirken. Dadurch sinkt nicht nur das Einbruchsrisiko signifikant, Sie gewinnen durch die Sicherheitsmaßnahmen auch an Lebensqualität. Zum perfekten Schutz gehören Beschläge mit ausreichender Anzahl von aushebelsicheren Pilzkopfzapfen. Ein Rahmen mit Sicherheitsschließblechen, in denen sich die Pilzköpfe fest verankern, und der zudem mit Spezialdübeln im Mauerwerk befestigt wird. Durchwurfhemmendes, einbruchsicheres Mehrscheiben-Funktionsglas. Drehgehemmte, abschließbare Griffe mit Aufbohrschutz sowie Flügel mit einer Verschiebesicherung gegen Heraushebeln.

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Die fünf größten Irrtümer beim Einbruchschutz, auf die Deutsche hereinfallen

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Einbruch gelingt trotz der Sicherungsmaßnahmen
Falsch: Sobald der Einstieg in das anvisierte Objekt höheren Zeitaufwand oder Lärm verursacht, schrecken nicht nur Gelegenheitstäter, sondern auch Profis zurück, um zu vermeiden, dass sie entdeckt werden.

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Der Einbrecher kommt nur nachts, dann sind wir zu Hause
Falsch: Rund ein Drittel aller Einbrüche finden tagsüber statt, wenn die Bewohner außer Haus sind. Auch Nachbarn sind dann oft unterwegs und Geräusche fallen nicht so sehr auf wie während der Nachtruhe.

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Den Schaden eines Einbruchs zahlt doch meine Versicherung
Falsch: Versicherungen ersetzen bestenfalls materielle Werte, so fern man ausreichend versichert ist. Schlimmstenfalls werden aber persönliche Gegenstände mit ideellem Wert entwendet.

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Sichtbare Sicherungsmaßnahmen sind doch eine Einladung
Falsch: Es ist statistisch erwiesen, dass sichtbare Sicherungsmaßnahmen eine starke, abschreckende Wirkung auf mögliche Einbrecher haben.

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Einbrechen lohnt sich bei mir nicht
Falsch: Für den Einbrecher ist dies nicht ersichtlich. Neben materiellen Wertgegenständen können immer noch ideelle Werte beschädigt oder entwendet werden – ganz zu Schweigen von der unangenehmen Verletzung der Privatsphäre.

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Urlaubszeit ist gleich Einbruchszeit

Für viele Menschen ist die Urlaubs- und Ferienzeit die schönste Zeit im Jahr. Sie gehen auf Reisen und viele lassen ihre Wohnung oder ihr Haus unbeaufsichtigt oder nicht ausreichend geschützt zurück. Dies sind ideale Ziele für Einbrecher, die auch in der Ferienzeit aktiv sind. Damit Sie bei Ihrer Rückkehr nicht böse überrascht werden, sollten Sie vor der Abreise Ihr Zuhause gut sichern.

Die Kriminalstatistik zeigt: Einbruchschutz wirkt

Die Zahl der Einbrüche ist zurückgegangen. Grund für den signifikanten Rückgang ist der Einbruchschutz durch moderne Sicherheitstechniken. Dadurch ist die Zahl der Einbrüche in Wohnungen und Häuser in Deutschland unter die Marke von 100.000 gesunken. 97.504 Einbrüche meldet die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2018. Das ist gegenüber 2017 ein Rückgang von 16,3 Prozent (149.000 Einbrüche). Lesen Sie hier den ganzen Artikel